Warmhärte bezieht sich auf die Fähigkeit eines Werkzeugmaterials, seine Härte und Schneidleistung bei hohen Temperaturen aufrechtzuerhalten.
Während der Bearbeitung steigt die Schnittwärme an. Wenn ein Werkzeug eine schlechte Warmhärte hat, wird es weich, verliert an Schneidfestigkeit und verschleißt schneller.
In einem Satz:
➡ Gute Warmhärte bedeutet, dass das Werkzeug auch bei Hitze hart und scharf bleibt.
Typische Materialien:
M35, M42, Hartmetall und Hochleistungsbeschichtungen (TiAlN, AlTiN usw.)
Verschleißfestigkeit beschreibt die Fähigkeit eines Werkzeugs, Abrieb und Oberflächenverschleiß zu widerstehen während des Schneidens.
Auch ohne extreme Temperaturen können Reibung, Stoßbelastung und die Härte des Werkstücks zu Werkzeugverschleiß führen.
In einem Satz:
➡ Gute Verschleißfestigkeit bedeutet, dass das Werkzeug länger hält und Abrieb widersteht.
Typische Materialien:
Hartmetall und Beschichtungen wie TiSiN, AlCrN usw.
| Eigenschaft | Fokus | Bedingungen | Was es beeinflusst |
|---|---|---|---|
| Warmhärte | Härteerhalt bei hoher Temperatur | Hochgeschwindigkeits- oder Hochhitzeschneiden | Verhindert Erweichung, Kantenverformung, Werkzeugversagen |
| Verschleißfestigkeit | Fähigkeit, Abrieb zu widerstehen | Reibung und lange Schneidzyklen | Werkzeugstandzeit, Haltbarkeit, Verschleißfestigkeit |
Warmhärte = bleibt hart, wenn es heiß ist
Verschleißfestigkeit = schwer zu verschleißen
Beide Eigenschaften sind unerlässlich, um eine stabile Bearbeitung und eine lange Werkzeugstandzeit zu erreichen.